V.11.3 Erfolgskontrollen (Stabilität der Rinne)
Im "Untersuchungskonzept zu den Erfolgskontrollen" (Kontrolle der morphologischen Entwicklung), wurde vereinbart das die Erfolgskontrolle der Ausgleichsmaßnahme Hahnöfer Nebenelbe/Mühlenberger Loch in Form von Peilungen erfolgen soll.
Vergleiche der Peilaufnahmen vom 05. bis 07.08.2003 (Nullmessung nach Fertigstellung der Rinne) und den Peilungen vom 10.05.2004 - 23.06.2004 zeigen zwischen den Tonnenpaaren HN 17/HN 20 und dem Strömungsknoten der Hahnöfer Nebenelbe mit der Este Zufahrt, Auflandungen von 2 bis 4 dm (siehe Abb.V.11.3-2). Im Bereich des Mühlenberger Loches nehmen die Sedimentationen auf bis zu 1,30 m zu. Im unteren Bereich der Rinne, in der Hahnöfer Nebenelbe, ist eine Sedimentation momentan nicht festzustellen.
Aus dem Vergleich der Nullmessung mit den Peildaten vom August 2004 lassen sich weitere Auflandungen im oberen Bereich feststellen.
In der Rinne durch das Mühlenberger Loch sind z. T. nur noch Tiefen um 1 m unter MSpNW. Gegenüber der Nullmessung mit Tiefen von 2,30 m unter MSpNW gepeilt worden. Seit der Fertigstellung der Baumaßnahme hat sich eine Sedimentmenge von ca. 230.000 m³ in der Rinne abgelagert.
Da zwischen den Kontrollpeilungen Mai/Juni 2004 und August 2004 im Kreuzungsbereich der Rinne und des Este-Fahrwassers, Auflandungen von 30 bis 50 cm stattgefunden haben, ist noch keine Stabilisierung der Rinne erkennbar, und es ist mit weiteren Sedimentationen zu rechnen.
Inwieweit die Ausgleichsfunktion der Maßnahme weiterhin gegeben ist, bleibt den Erkenntnissen der kommenden Peilungen vorbehalten.
Abb. V.11.3-1: Längsprofil mit Lage der Hahnöfer Nebenelbe
Abb. V.11.3-2: Differenzenplan: Nullmessung vom 05. bis 07.08.2003 - 04. bis 09.08.2004
Erläuterung zum Differenzenplan:
Die braun eingefärbten Bereiche stellen Auflandungen dar. Die blauen Bereiche lassen Vertiefungen erkennen. Die Gebiete wo weder Auf- noch Abtrag stattgefunden hat sind im Differenzenplan weiß, wobei hier nur die Rinne als Differenzfläche dargestellt ist.
Die zuvor beschriebenen Entwicklungen im Strömungsverhalten der Rinne im Rahmen der Ausgleichsmaßnahme Fahrrinnenanpassung, werden weiter beobachtet.
Gleiches gilt für morphologische Veränderungen der Rinne, den Randbereichen der Hahnöfer Nebenelbe dem Kreuzungsbereich der neuen Rinne mit dem Este Fahrwasser.
