V.10.2 Erfolgskontrollen
Grundlage für eine Erfolgskontrolle ist der LAP, der die konkretisierten Maßnahmen enthält, die nach Ergehen eines Planergänzungsbeschlusses auszuführen sind. Ein Grobkonzept für die Durchführung von Erfolgskontrollen wird derzeit mit dem Land abgestimmt.
V.10.2.1 Geplante vegetationskundliche Untersuchungen
Sigmakartierung des Grünlands, der Sukzessionsflächen, Röhrichte, Moorflächen und Gehölze im Maßstab 1:5.000, in den Trockenrasen im Maßstab 1:2.500 im Jahr 2005. Über Art und Umfang von Folgeuntersuchungen wird gesondert entschieden.
Vegetationseinheiten, die für die Fragestellung nicht relevant sind (z. B. Wegränder, Ruderalvegetation der Lagerplätze) sind von der Kartierung auszusparen. Gräben sind auf der Biotoptypenebene zu bearbeiten.
In den Trockenrasen ist die Entwicklung gefährdeter Arten, der Gehölze, des Schilfs, des Land-Reitgrases und des Mooses Campylopus introflexus besonders zu berücksichtigen.
Jede pflanzensoziologische Einheit oder ranglose Pflanzengesellschaft des Grünlands wird je nach Häufigkeit mit einer bis fünf pflanzensoziologischen Aufnahmen nach Braun-Blanquet dokumentiert. Jede sigmasoziologische Kartiereinheit des Grünlands wird je nach Häufigkeit mit bis zu fünf sigmasoziologischen Aufnahmen dokumentiert.
Als Dauerflächen in Trockenrasen werden angelegt:
- 2 DF in Beständen mit Sumpf-Bärlapp
- 2 DF in typischen Standorten der Silbergrasfluren
- 4 DF in Beständen, in denen eine Zunahme von Gehölzen, Schilf, Land-Reitgras oder des Mooses Campylopus zu erwarten ist
Die Anzahl der Dauerflächen wird so gewählt, dass in jeder Teilfläche mit Trockenrasen mindestens eine Dauerfläche liegt und Aussagen zur Bestandsentwicklung typischer Trockenrasenarten im Vergleich zur Entwicklung naturschutzfachlich nicht erwünschter Pflanzenarten getroffen werden können.
V.10.2.2 Geplante avifaunistische Untersuchungen
Im Kompensationsgebiet sind keine avifaunistischen Untersuchungen vorgesehen.
