|
abiotisch
|
abiogen, nicht von Organismen,
sondern durch chemische oder physikalische Prozesse hervorgerufen,
produziert, beeinflusst; auch: abiotische Faktoren =
nichtbiologische, sondern physikalische bzw. chemische Faktoren
|
|
Ablagerungsfläche
|
Baggergutklappstelle im
Seitenbereich des Flusses außerhalb des Fahrwassers, die so
befestigt ist (meist mit Fußsicherungen und Randschwellen),
dass das verklappte Baggergut nicht aus der Fläche entweichen
kann
|
|
Ablösekolk
|
durch Ablöseturbulenz
erzeugte örtliche Vertiefung der Gewässersohle
|
|
abundant
|
häufig
|
|
Abundanz
|
Häufigkeit. Anzahl von
Individuen einer Art pro Fläche bzw. Volumeneinheit
|
|
adsorbieren
|
Anlagerung von Gasen oder
gelösten Stoffen an der Oberfläche eines festen
Stoffes
|
|
adult
|
geschlechtsreif
|
|
advehieren
|
heranführen
|
|
advektiv
|
in waagerechter Richtung
heranführend
|
|
Aerosol
|
Gas (insbesondere Luft), das feste
und flüssige Stoffe in feinstverteilter Form enthält
|
|
aggregieren
|
anhäufen
|
|
allochthon
|
gebietsfremd (eingewandert oder
eingebürgert)
|
|
Amphipoda
|
Flohkrebse
|
|
anadrom
|
zum Laichen vom Meer in die
Flüsse aufsteigend
|
|
anaerob
|
ohne Sauerstoff
|
|
analoge Daten
|
herkömmliche Unterlagen wie
Karten, Pläne, Zeichnungen, Texte, die ohne digitale
Hilfsmittel erzeugt wurden
|
|
annuell
|
jährlich (auf ein Jahr
bezogen)
|
|
anthropogen
|
durch den Menschen beeinflusst,
verursacht
|
|
aphotisch
|
nicht oder nicht ausreichend mit
Licht versorgt
|
|
aquatisch
|
im Wasser lebend; dem Wasser
angehörend
|
|
Artefakt
|
von Menschen geformter
vorgeschichtlicher Gegenstand
|
|
Ästuar
|
ein zum Meer hin offenes, den
Gezeiten unterworfenes Gewässer an der Küste, bei dem das
salzreiche Meerwasser merklich durch das vom Land abfließende
Süßwasser verdünnt wird, und es zu Schichtungs- und
Durchmischungsvorgängen der verschiedenen Wasserkörper
kommt.
|
|
autochthon
|
ursprünglich (nicht
eingewandert oder eingebürgert)
|
|
Avifauna
|
Vögel
|
|
Baggergutablagerungsfläche
|
siehe
Ablagerungsfläche
|
|
Baggergutklappstelle
|
siehe Klappstelle
|
|
Barre
|
Feinsedimentbank, die subaquatisch
vor Flussmündungen durch Ablagerung fluvialer Sedimente
entsteht
|
|
Baumkurre
|
Fanggerät der
Grundschleppnetzfischerei
|
|
Begrüppung
|
Anlage von Grüppen
|
|
benthisch
|
am Gewässergrund (lebend),
zum Gewässergrund gehörend, am Gewässergrund
befindlich
|
|
Benthos
|
Organismen, die den
Gewässergrund besiedeln
|
|
biotisch
|
Die lebende Natur betreffend.
|
|
Bioturbation
|
Mischung des Bodens durch Tiere
und Pflanzen
|
|
Biozönose
|
Lebensgemeinschaft von Organismen,
die sich aus der Wechselwirkung mit ihrer engeren Umgebung (Biotop)
gebildet hat
|
|
Bivalvia
|
Muscheln
|
|
Brackwasserzone
|
Gewässerabschnitt, in dem
sich Salz- und Süßwasser miteinander mischen
|
|
Bruttoregistertonne
|
nautisches Hohlmaß
|
|
Bugschwell
|
Bugwelle eines fahrenden
Schiffes
|
|
Buhne
|
schräg oder senkrecht vom
Ufer ausgehender, dammartiger Wall oder Pfahlreihe zur
Fahrwasserregulierung und/oder zum Uferschutz
|
|
Cladocera
|
Wasserflöhe aus der Gruppe
der Blattfußkrebse
|
|
Copepoda
|
Ruderfußkrebse
|
|
Crustacea
|
Krebstiere
|
|
Deckwerk
|
Bauwerk zur Befestigung eines
Ufers
|
|
Delegationsstrecke
|
Abschnitt der Tideelbe zwischen
Strom- 607,5 A und 638,9 A, in dem der Bund die Unterhaltung der
Bundeswasserstraße Elbe und den Betrieb der bundeseigenen
Schifffahrtsanlagen an die Freie und Hansestadt Hamburg
übertragen (delegiert) hat.
|
|
Derivat
|
chemische Verbindung, die aus
einer anderen hervorgegangen ist
|
|
Desorption
|
Abgabe von Nährstoffionen von
den Austauschern in die Bodenlösung
|
|
Detritus
|
feine organische und anorganische
Schweb- und Sinkstoffe, die sich auf dem Gewässergrund
ablagern
|
|
Dezibel
|
Einheit des Vergleichs von
Schallstärken, angegeben in [dB]
|
|
Dichteströmung
|
Strömung, die sich aufgrund
von Dichteunterschieden (z. B. verursacht durch Temperatur,
Schwebstoffgehalt, Salzgehalt u. a.) in fließendem Wasser
einstellt
|
|
Diffusion
|
ohne äußere Einwirkung
eintretender Ausgleich von Konzentrationsunterschieden
|
|
digitale Daten
|
mit Hilfe von z. B. Text-,
Zeichen- oder anderen Programmen hergestellte Daten. Je nach
Herstellungsart können es in Grafiken und Karten Vektor- oder
Rasterdaten sein
|
|
Dominanz
|
Vorherrschen einer oder weniger
Arten in einer untersuchten Organismengemeinschaft
|
|
Drainage
|
Entwässerung des Bodens durch
Röhren- oder Grabensysteme
|
|
Düker
|
Kreuzungsbauwerk; Rohrleitung
unter einem Deich, Fluss o. ä.
|
|
E+E-Vorhaben
|
Entwicklungs- und
Erprobungsvorhaben des Bundes-Umweltministeriums
|
|
Emissionen
|
Im Sinne des BImSchG die von einer
Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen, Geräusche,
Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen u. ä.
Umwelteinwirkungen. Auch die austretenden Stoffe selbst.
|
|
Emittent
|
Verursacher von Emissionen
|
|
Energiedissipation
|
Übergang einer umwandelbaren
Energieform in Wärmeenergie
|
|
Entleerungsströmung
|
Ebbeströmung, die das
Ebbestromvolumen entleert
|
|
Epifauna
|
Tiere, die auf dem
Gewässerboden leben
|
|
Epiphyt
|
Pflanze, die auf der
Oberfläche anderer Pflanzen lebt, sich aber selbständig
ernährt
|
|
Erosion
|
Abtragung von Bodenmaterial
aufgrund natürlicher Einflüsse, wie Strömung oder
Eis
|
|
Eulitoral
|
Wattflächen (zwischen MThw
und MTnw gelegene Flächen)
|
|
euphotisch
|
mit ausreichend Licht versorgt
|
|
euryhalin
|
unempfindlich gegenüber
wechselnden Salzgehalten
|
|
eurytop
|
in verschiedenartigen
Lebensräumen vorkommend
|
|
eustatisch
|
eustatische
Meeresspiegelschwankungen sind überwiegend klimatisch
gesteuerte, aber auch durch die Sedimentation beeinflusste
Eigenschwankungen des Meeresspiegels ohne wesentlichen Einfluss von
tektonischen Bewegungen
|
|
Eutrophierung
|
hohe Nährstoffbelastung
(insbesondere anorganische Phosphor- und Stickstoffverbindungen)
eines Gewässers
|
|
Festpunktfeld
|
Durch die Vermessungsverwaltungen
zur Verfügung gestelltes Netz von Vermessungspunkten mit
bekannten Lage-Koordinaten (Rechts- und Hochwert) bzw. bekannter
Höhe (NN-Höhe)
|
|
Feststoffe
|
ungelöst und feinteilig in
einer Wasserprobe enthaltene Stoffe, die unterteilt werden in
Schwimmstoffe, Schwebstoffe und Sinkstoffe
|
|
fluid
|
flüssig,
fließend
|
|
fluviatil
|
von fließendem Wasser
abgetragen oder abgelagert
|
|
Füllströmung
|
Flutströmung, die das
Flutstromvolumen füllt
|
|
Geländetopographie
|
Topographie: Beschreibung und
Darstellung geographischer Örtlichkeiten
|
|
Geschiebemergel
|
vom Gletscher transportiertes
unsortiertes Sediment, das überwiegend aus sandigem bis
schluffigem, kalkhaltigem Material besteht und darüber hinaus
gröbere Komponenten bis hin zu Gesteinsblöcken
(=Geschiebe) enthält.
|
|
Gleithang
|
Gleitufer, flachgeneigtes Ufer an
der Innenseite einer Flusskrümmung
|
|
Göpel
|
Drehvorrichtung zum Antrieb von
Arbeitsmaschinen (z. B. Mühlen, Schöpfwerke,
Dreschmaschinen, usw.) durch im Kreis herumgehende Tiere oder
Menschen
|
|
Grabenwasserhaltung
|
Wasserstandshaltung in
Gräben
|
|
Gradient
|
Steigungsmaß einer
Funktion
|
|
Grenzwert
|
gesetzlich festgelegter
Höchstwert für Schadstoffe, Strahlung und sonstige Emissionen
|
|
Grundwasserströmung
|
Strömung von unterirdischem
Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend
ausfüllt, unter dem ausschließlichen oder nahezu
ausschließlichen Einfluss von Druck-, Schwer- und
Kapillarkraft des Wassers
|
|
Grüppe
|
flacher Graben zur
Entwässerung des Deichvorlandes oder der eingedeichten
Marsch
|
|
Hamen
|
Fangnetz mit quadratischem oder
rechteckigem Querschnitt, dessen Öffnung durch einen Rahmen
offen gehalten wird
|
|
Hamenfischerei
|
stationäre Fischerei, bei der
die vor Anker liegenden Hamenkutter ihre Netze (Hamen) seitlich
ausbringen, so dass die Fische mit der Strömung in die Netze
gelangen
|
|
Höhenpasspunkt
|
Durch die Vermessungsverwaltungen
zur Verfügung gestelltes Netz von Vermessungspunkten bekannter
Höhe (NN-Höhe). Eine Gruppe benachbarter Punkte kann
benutzt werden, um eine Messung an die bekannten Höhen
anzupassen
|
|
Holozän
|
jüngster, derzeit andauernder
erdgeschichtlicher Abschnitt, beginnt nach der letzten Eiszeit
|
|
hybrid
|
unterschiedliche bzw.
gegensätzliche Elemente verbindend; hier: gemeinsame
Verarbeitung von Raster- und Vektordaten
|
|
hydraulisch
|
die Bewegung des Wassers
betreffend
|
|
Hydrodynamik
|
Strömungslehre: Wissenschaft
von den Bewegungsgesetzen der Flüssigkeiten
|
|
Hydrogeologie
|
Teilgebiet der Geologie und
Hydrologie, welches die Erscheinungen des unterirdischen Wassers
und deren Zusammenhänge mit dem Gesteinskörper
untersucht
|
|
Hydrographie
|
Teilgebiet der Hydrologie, das
sich mit dem natürlichen Wasserkreislauf befasst. (Definition
nach United Nations Economic and Social Council, 1978: Die
Hydrographie ist "die Wissenschaft und Praxis der Messung und
Darstellung der Parameter, die notwendig sind, um die
Beschaffenheit und Gestalt des Bodens der Gewässer, ihre
Beziehung zum festen Land und die Dynamik der Gewässer zu
beschreiben.")
|
|
Hydrologie
|
Wissenschaft vom Wasser
|
|
Hydromechanik
|
Mechanik der Flüssigkeiten,
unterteilbar in Hydrodynamik und Hydrostatik
|
|
Hydrozoa
|
Formengruppe innerhalb der
Nesseltiere
|
|
Immission
|
nach dem BImSchG die auf Menschen,
Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre
sowie sonstige Sachgüter einwirkende Luftverunreinigungen,
Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen
u. ä. Umwelteinwirkungen.
|
|
Impulsgeräusch
|
Bezeichnung für ein
Geräusch, das Schallimpulse (Schallereignisse von relativ
kurzer Zeitdauer) enthält, die einen schnellen Anstieg des
Schallpegels bewirken.
|
|
Impulszuschlag
|
Zuschlag von bis zu 6 dB(A), der
bei der Ermittlung des
Beurteilungspegels wegen der Lästigkeit von
Impulsgeräuschen gegeben wird.
|
|
indigen
|
in einem bestimmten Lebensraum
natürlich vorkommend
|
|
Infauna (Endofauna)
|
Tiere, die im Sediment leben
|
|
Infiltration
|
Eindringen, Einsickern,
Einströmen
|
|
in situ
|
an Ort und Stelle, an
der richtigen, ursprünglichen Stelle, am Fundort.
[lateinisch]
|
|
juvenil
|
Jugendstadium
|
|
Kapillarkraft
|
molekulare Anziehungskraft
zwischen Flüssigkeiten und Feststoff
|
|
Kartennull
|
Bezugspunkt für
Wassertiefenangaben in Seekarten. Es entspricht dem
langjährigen mittleren Tideniedrigwasser und wird diesem von
Zeit zu Zeit angepasst.
|
|
katadrom
|
zum Laichen aus dem
Binnengewässer in das Meer wandernd
|
|
Kenterung
|
vgl. Stromkenterung
|
|
Kirchspiel
|
Bezeichnung für
Pfarrgemeinde
|
|
Klappstelle
|
festgelegter Bereich im Fluss,
innerhalb dessen Baggergut verklappt werden darf
|
|
Klei
|
Bodentyp: tonhaltige Bodenart,
Marschboden
|
|
Kolk
|
Strudelloch, entstanden u. a.
durch die Fluvialdynamik in Flussbetten oder an Uferwänden
|
|
Kolmationsschicht
|
das Gewässerbett abdichtende
Schicht
|
|
Kondensationskern
|
feinstes Teilchen als
Ausgangspunkt für die Kondensation von Wasserdampf in der
Atmosphäre
|
|
Korngrößen
|
nach bestimmten Skalen in Klassen
geordnete Durchmesser der mineralischen Teilchen eines
Lockersediments oder Bodens
|
|
Kumulation
|
Anreicherung von Chemikalien in
Organismen oder Umweltkompartimenten, die zu einer
Konzentrationserhöhung gegenüber der umgebenden Umwelt
führt
|
|
Labilisierung
|
hier: Prozess der Umschichtung in
einem Luftpaket (z. B. das Einbrechen von kalter Luft in ein
wärmeres Luftpaket), welcher zu turbulenten
Austauschvorgängen und vertikalen Luftströmungen
führt
|
|
Lahnung
|
dammartiges Schutzwerk zur
Vorlandgewinnung
|
|
Landschaftsbild
|
sinnlich wahrnehmbares
Erscheinungsbild der Landschaft. Beinhaltet neben objektiv
darstellbaren Strukturen auch subjektive (ästhetische)
Wertmaßstäbe des Betrachters.
|
|
Längsprofilgradient
|
Gefälle im Längsschnitt
der Parameter (z. B. Höhen, Konzentrationen etc.)
|
|
Leitdamm
|
Damm, der die Strömung eines
Gewässers beeinflussen soll
|
|
Leitwert
|
kein gesetzlicher Wert. Hier im
Sinne von Qualitätsziel zu verstehen.
|
|
Lesefund
|
Einzelfund ohne Zusammenhang mit
einem Siedlungs- oder Grabfund
|
|
limnisch
|
das Binnengewässer
betreffend
|
|
litoral
|
Flachwasserbereich
|
|
Makrophyten
|
mehrzellige größere
Pflanzen (mit bloßem Auge sichtbar)
|
|
marin
|
das Meerwasser betreffend
|
|
Marsch
|
1. Ablagerung aus Feinsand und
Schlick an gezeitenaktiven Flachküsten und
Flussmündungen. 2. Die daraus entstehenden Böden. 3. Die
Landschaft an gezeitenaktiven Flachküsten und
Flussmündungen.
|
|
Mergel
|
siehe Geschiebemergel
|
|
mesohalin
|
von mittlerem Salzgehalt, auch:
brackig
|
|
mesophil
|
mittl. Feuchtigkeit liebend
(Pflanzen)
|
|
Mollusca
|
Weichtiere
|
|
Morphodynamik
|
zeitliche Entwicklung der
Gewässersohlstrukturen
|
|
Morphogenese
|
Entwicklung / Ausgestaltung der
Form
|
|
Morphologie
|
Lehre von der äußeren
Form geo- und biowissenschaftlicher Gegenstände
|
|
morphologischer
Nachlauf
|
die nach einer Vertiefung
mittelbar stattfindenden Prozesse, die zu einer Anpassung der
gesamten Gewässersohle an die durch die Ausbaubaggerung
veränderte Tidedynamik des Systems führen.
|
|
Mysidaceae
|
Schwebgarnelen
|
|
nautisch
|
die Schifffahrtskunde
betreffend
|
|
nautische
Maße
|
in der Schifffahrt übliche,
nichtmetrische Maße für Längen, Geschwindigkeiten
und Rauminhalte (z. B. BRT)
|
|
NIEMEYER - Verfahren
|
Verfahren zur Ermittlung
eingetretener Wasserstandsänderungen nach einem anthropogenen
Eingriff in ein Ästuar
|
|
Nipptide
|
Tide während der geringsten
Einwirkung von Mond und Sonne auf die Gezeiten. Die Nipptide
fällt in die Zeit des ersten und letzten Mondviertels. In der
Regel ist zu dieser Zeit das Hochwasser niedriger und das
Niedrigwasser höher als bei einer mittleren Tide. Daher ist
auch der Tidehub kleiner als bei einer mittleren Tide.
|
|
Nivellement, geometr.
|
Vermessungstechn. Verfahren zur
mm-genauen Messung von Höhenunterschieden mit einem
Nivelliergerät
|
|
Nivelliergerät
|
Vermessungstechn. Instrument zur
mm-genauen Messung von Höhenunterschieden zwischen Punkten
|
|
Nodaltide
|
Tide mit einer Zeitdauer von 18,6
Jahren
|
|
Normalnull
|
amtlich festgelegter Ausgangs- und
Bezugspunkt für Höhenmessungen
|
|
Nullaufnahme
|
siehe Nullmessung
|
|
Nullgruppe
|
Jungfische vor der Vollendung des
ersten Lebensjahres, Jungfische im ersten Sommer
|
|
Nullmessung
|
Messung, Berechnung oder Erhebung
vor Ausbaubeginn, die als Referenz zu Ergebnissen der
Beweissicherung nach erfolgtem Ausbau dienen kann
|
|
Oberwasser
|
Abfluss eines Flusses, angegeben
in [m³/s], für die Elbe üblicherweise bezogen auf
den Pegel Neu-Darchau
|
|
Oligochaeta
|
wenig borstige
Ringelwürmer
|
|
Orographie
|
Beschreibung der Reliefform des
Landes
|
|
Parallelwerk
|
in Fließrichtung liegendes
Regelungsbauwerk zur seitlichen Begrenzung des
Abflussquerschnitts
|
|
pelagisch
|
frei schwimmend
|
|
Perzentil
|
statistischer Wert, unter dem ein
bestimmter Prozentsatz aller Messwerte liegt
|
|
Phänologie
|
Wissenschaft von den
jahreszeitlich bedingten Erscheinungsformen bei Tier und
Pflanze
|
|
pH-Wert
|
Größe zur Kennzeichnung
des sauren bzw. basischen Charakters einer wässrigen
Lösung
|
|
Phytobenthos
|
pflanzliche Organismen, die den
Gewässergrund besiedeln
|
|
Phytoplankton
|
im Wasser schwebende oder
schwimmende pflanzliche Organismen mit nur geringer
Eigenbewegung
|
|
Planfeststellungsverfahren
|
Genehmigungsverfahren für
konkrete Großvorhaben nach dem jeweiligen Fachplanungsgesetz
(z. B. Bundesfernstraßengesetz,
Bundeswasserstraßengesetz)
|
|
Plankton
|
im Wasser schwebende oder
schwimmende Organismen mit nur geringer Eigenbewegung
|
|
Polaraufnahme
|
Vermessungstechn. Verfahren zur
Punktaufnahme durch Messung von Winkel- und Streckenelementen mit
einem Tachymeter.
|
|
Polychaeta
|
Borstenwürmer
|
|
Polychäta
|
vielborstige Ringelwürmer
|
|
Prallhang
|
steil geböschtes Ufer an der
Außenseite einer Flusskrümmung
|
|
Primärproduzent
|
Organismus, der organische
Substanz aus anorganischer bildet
|
|
Profilnullpunkt
|
Punkt in einem
Geländequerschnitt (Quer- oder Längsprofil), von dem aus
die Längen (Stationen) von Null beginnend gemessen werden.
|
|
Pufferkapazität
|
Fähigkeit eines Substrates,
den pH-Wert bei Zugabe von Säuren bzw. Basen stabil zu
halten
|
|
Quartär
|
jüngste erdgeschichtliche
Formation, beginnend mit den letzten bekannten Eiszeiten
|
|
Querzirkulation
|
hier: die thermisch bedingte
Zirkulation quer zur Elbe (nächtliches Aufsteigen der Luft
über der Elbe und Absinken der Luft über den elbnahen
Gebieten)
|
|
Redoxspannung
|
Spannung zwischen einer inerten
Elektrode (z. B. Platin, Gold, Graphit) und einer Bezugselektrode
(z. B. Silberchlorid, Kalomel, Standardwasserstoff). Ursache ist
die Wechselwirkung oxidierender oder reduzierender Inhaltsstoffe
auf der Oberfläche der inerten Elektrode.
|
|
Referenzstation
|
vermessungstechn. Einrichtung zur
stationären Messung von GPS-Signalen und evtl. funktechnischer
Weitergabe der Daten an einen mobilen GPS-Empfänger
|
|
residuell
|
als Rest zurückbleibend
|
|
Ressourcen
|
im weitesten Sinne alle
natürlichen Produktionsmittel und Hilfsquellen
|
|
Resuspension
|
Suspension: Aufschwemmung
feinstverteilter fester Stoffe in einer Flüssigkeit
|
|
Retentionsraum
|
Raum, der bei Hochwasser
überflutet werden kann und somit zur Senkung des
Wasserspiegels beiträgt
|
|
Reuse
|
Kurzform für Fischreuse:
sackartiges Netz, in dem bestimmte Fische gefangen werden
|
|
Revierstrecke
|
Abschnitt der
Bundeswasserstraße Elbe unterhalb von Strom- 638,9, für
dessen Unterhaltung die Wasser- und Schifffahrtsämter Hamburg
und Cuxhaven zuständig sind
|
|
Richtwert
|
im strengen Sinn gesetzlich nicht
bindender Wert, der aber in der Praxis eingehalten werden soll bzw.
bei dessen Überschreiten Maßnahmen erforderlich sind
|
|
Riffel
|
bei Riffeln handelt es sich um
Transportkörper, die sich nur bei locker gelagertem
Sohlmaterial bilden (Mittelsand bis Mittelkies). Die Kammhöhe
beträgt in der Regel 2 bis 3 m und der Kammabstand 40 bis 80
m. In Abhängigkeit von Korngröße und Strömung
können örtlich sowohl kleinere als auch
größere Riffel auftreten.
|
|
Rippel
|
quer zur herrschenden
Strömungsrichtung angeordnete Kleinstform an der
Grenzfläche Wasser - Boden mit meist gleichmäßiger
Wellenlänge von wenigen Zentimetern
|
|
Röhricht
|
Vegetation des Ufergürtels an
Binnengewässern, bestehend z. B. aus Schilf, Rohrkolben oder
Binsen.
|
|
Rotatoria
|
Rädertiere
|
|
r-Strategen
|
Arten mit hohen Reproduktionsraten
und engen Generationsfolgen
|
|
Saale-Eiszeit
|
vorletzte Kaltzeit
|
|
säkular
|
hundertjährig, auch: im
Verlauf von Jahrhunderten betrachtet (säkularer
Meeresspiegelanstieg: Anstieg in 100 Jahren), außerhalb der
Naturwissenschaften: bedeutend, theologisch: weltlich
|
|
Salinität
|
Salzgehalt eines
Gewässers
|
|
Salzgehaltsgradient
|
Steigung des Salzgehaltes je
räumlicher bzw. zeitlicher Abstandseinheit
|
|
Sauerstofftal/-loch
|
Zone extrem niedrigen
Sauerstoffgehaltes in einem Gewässer
|
|
Scherfestigkeit
|
aus Reibung und Haftung
resultierende Kraft, welche zwischen gegeneinander bewegten
Teilen wirkt
|
|
Schierlings-Wasserfenchel
|
(Oenanthe conioides) Eine vom
Aussterben bedrohte Pflanzenart, die weltweit nur im
Süßwasser- Gezeitenbereich der Elbe bei Hamburg (zw.
Glückstadt und Geesthacht) heimisch ist.
|
|
Schlick
|
im Meer, in Seen und im
Überschwemmungsgebiet von Flüssen abgelagertes Gemisch
aus feinsten Mineralbestandteilen und organischer Substanz
|
|
Schluff
|
Bodenfraktion mit Mineralpartikeln
von 0,002 bis 0,063 mm Größe
|
|
Schwebstoffe
|
im Wasser schwebende
Feststoffe
|
|
Sediment
|
hier: Ablagerungen am
Gewässergrund
|
|
Sedimentation
|
Ablagerung von Materialien, die an
anderer Stelle abgetragen wurden
|
|
Sekundärproduktion
|
aus organischer Substanz
umgeformte Biomasse
|
|
sessil
|
festsitzend
|
|
Seston
|
Gesamtheit der ungelösten
Stoffe in einem Gewässer, die durch Sieben, Zentrifugieren
oder Sedimentation abzutrennen sind
|
|
Sigmakartierung
|
Mit der
sigmasoziologischen Methode können Veränderungen in der
Struktur und der Artenzusammensetzung des Grünlands auf
großen Flächen dokumentiert werden. Detailkartierungen
repräsentativer (Klein-)Flächen oder Parzellen sind eine
wenig geeignete Methode, da ein dort anzutreffendes
Vegetationsmosaik nur mit hohem Aufwand kartographisch dargestellt
werden kann.
Zur Ergänzung einer
sigmasoziologischen Erfassung werden Dauerbeobachtungsflächen
eingerichtet. Da die sigmasoziologisch erhobenen Daten keinen
genauen Lagebezug haben, ist eine Ergänzung durch
Untersuchungen auf fest markierten Flächen notwendig.
Bei der Sigmakartierung werden
nicht einzelne Biotoptypen oder Pflanzengesellschaften kartiert,
sondern Komplexe aus diesen Einheiten. Diese Komplexe zeichnen sich
durch eine Kombination von miteinander vergesellschafteten
Vegetationstypen aus. In einheitlichen Landschaftsausschnitten ist
die Kombination verschiedener Vegetationstypen zu
Vegetationskomplexen regelhaft. So wie sich eine
Pflanzengesellschaft durch eine charakteristische Artenkombination
auszeichnet, zeichnet sich ein Vegetationskomplex in einem
bestimmten Landschaftsausschnitt durch eine charakteristische
Kombination von Vegetationseinheiten aus.
|
|
signifikant
|
aufgrund statistischer
Prüfung nicht als Zufall deutbar, nachweisbar korrelierend,
wesentlich im Gegensatz zu zufällig, etc.. Umgangssprachlich:
wichtig, bedeutsam
|
|
Silageschnitt
|
Silage: Gärfutter
|
|
Sonar
|
Gerät zum aufspüren und
lokalisieren von Gegenständen unter Wasser mittels
Schallwellen
|
|
Springtide
|
Tide während der
gleichgerichteten Einwirkung von Sonne und Mond auf die Gezeiten.
Die Springtide fällt in die Zeit des Voll- und Neumondes. In
der Regel ist das Hochwasser höher und das Niedrigwasser
niedriger als bei einem mittleren Tidewasserstand. Entsprechend ist
der Tidehub größer als bei einer mittleren Tide.
|
|
Spülgraben
|
1. Graben zur Abführung des
Spülfeldwassers, 2. dienen dem Fortspülen von feinem
Sediment aus einem Hafenbecken bei Niedrigwasser
|
|
Stellnetz
|
Fischfanggerät in Form einer
Netzwand, in der Fische mit den Kiemendeckeln hängen
bleiben
|
|
stenohalin
|
an einen bestimmten Salzgehalt
angepasst; empfindlich gegen Änderungen des Salzgehaltes
|
|
stenök
|
nur geringe Schwankungen der
ökologischen Randbedingungen ertragend
|
|
stenotop
|
nur in wenigen, relativ
gleichartigen Lebensräumen vorkommend
|
|
Stillwasserzeit
|
kurzer Zeitraum beim Umkehren des
Gezeitenstroms
|
|
Strahlungswetterlage
|
Gradientschwache (Hochdruck-)
Wetterlage mit geringer Wolkenbedeckung und niedrigen
Geschwindigkeiten des großräumigen Windfeldes, bei der
aufgrund hoher Ein- und Ausstrahlung die meteorologischen Elemente
in Bodennähe vornehmlich durch den Wärmehaushalt der
sogenannten "wirksamen Erdoberfläche" und in geringem
Maße durch die Luftmasse selbst geprägt sind.
|
|
Strombauwerk
|
Bauwerk zur Flussregelung
|
|
Stromkenterung
|
Strömungsumkehr beim Wechsel
des Gezeitenstroms
|
|
Sublitoral
|
Uferzone unterhalb des niedrigsten
Wasserstandes bis zur unteren Grenze des Pflanzenwuchses
(Flachwasserzone)
|
|
Substrat
|
Ausgangsmaterial der Bodenbildung
an der Geländeoberfläche
|
|
Supralitoral
|
Spritzwasserzone
|
|
synergistisch
|
zusammenwirkend, sich gegenseitig
verstärkend, abgeleitet von Synergetik: die Lehre vom
Zusammenwirken nach Herrmann Haken, 1970
|
|
Tachymetrie
|
(= Schnellmessung)
Vermessungstechn. Verfahren zur Punktaufnahme durch Messung von
Winkel- und Streckenelementen.
|
|
Taxon
|
Bezeichnung für eine
systematische Organismenkategorie beliebiger Rangstufe (z. B.
Arten, Gattungen, Familien), das niedrigste Taxon ist die Art
|
|
Tektonik (tektonische Bewegungen)
|
Mit Tektonik wird der Aufbau der
äußeren Schicht des Erdkörpers in seiner Struktur
und seiner großräumigen Bewegung bezeichnet.
|
|
Temperaturamplitude
|
Amplitude = größter
Ausschlag einer Schwingung aus der Mittellage
|
|
terrestrisch
|
zum Bereich der festen
Landoberfläche gehörig
|
|
Tide
|
Wasserstandsänderungen und
Strömungen, die durch die Massenanziehung des Mondes und der
Sonne in Verbindung mit der Erdumdrehung entstehen.
|
|
Tidedynamik
|
gezeitengeprägte
Bewegungsvorgänge in Ozeanen, Flachmeeren und
Flussmündungen
|
|
Tidegrenze
|
Stelle eines Gewässers, bis
zu der eine tidebedingte Wasserstandsänderung messbar ist.
|
|
Tidehub
|
Höhenunterschied zwischen dem
Tidehochwasserstand und dem Tideniedrigwasserstand
|
|
Tiefenerosion
|
in der Sohlerosion eines Fließgewässers wirksamer
Bestandteil der Fluvialerosion, der auf die Beseitigung von
Höhenunterschieden im Flussbett ausgerichtet ist.
|
|
Totalstation
|
Vermessungstechn. Instrument zur
elektronischen Berechnung und Registrierung von Punktkoordinaten
aus Polaraufnahmen, oder GPS-Daten.
|
|
Transekt
|
Gerade Linie im Gelände, auf
der Proben genommen oder Kartierungen durchgeführt werden.
|
|
Transformation
|
Umformung
|
|
Transportkapazität
|
Fähigkeit einer
Strömung, lockeres Sohlmaterial zu transportieren
|
|
Transportkörper
|
Erhebungen der Sohle eines
Fließgewässers, die sich aufgrund der Wechselwirkung
zwischen Strömung und Sediment einstellen. Sie können
stationär sein, sich in Strömungsrichtung (z. B. Riffel,
Unterwasserdünen, Bänke) oder gegen die
Strömungsrichtung (Antidünen) fortbewegen
|
|
Turbellaria
|
Strudelwürmer
|
|
Turbulenz
|
Wirbelbildung bei Strömungen
in Gasen und Flüssigkeiten
|
|
untergesetzlich
|
Richt- oder Leitwerte ohne
gesetzliche Bindung betreffend
|
|
vagil
|
beweglich
|
|
Variabilität
|
Veränderlichkeit, besonders
die Verschiedenartigkeit und Veränderlichkeit des
Erscheinungsbildes durch Umwelteinflüsse oder durch
Veränderungen im Erbgut.
|
|
Verfahren
|
Genehmigungsverfahren für
konkrete Großvorhaben nach dem jeweiligen Fachplanungsgesetz
(z. B. Bundesfernstraßengesetz,
Bundeswasserstraßengesetz)
|
|
verklappen
|
Abladen von Feststoffen (z. B.
Baggergut) im Gewässer durch Öffnen großer
Bodenklappen einer Schute
|
|
Verwallung
|
künstliche Aufhöhung des
Geländes in Ufernähe
|
|
visuell
|
das Sehen betreffend
|
|
Vorfluter
|
offenes Gewässer, das
abfließendes Wasser aus Oberflächen-, Stau- oder
Grundwasserabflusssystemen aufnimmt
|
|
Walzenströmung
|
Kreisströmung in
Seitenbereichen (z. B. Hafeneinfahrten), die durch Impulsaustausch
(Reibungswirkung der vorbeiströmenden Hauptströmung)
angetrieben wird
|
|
Warft
|
vgl. Wurt
|
|
Wasserhaltung
|
wasserstandsregulierende
Maßnahmen, z. B. durch Staubauwerke, Deichsiele,
Schöpfwerke usw.
|
|
Weichsel-Eiszeit
|
letzte Kaltzeit
|
|
Windstau
|
Höhenunterschied zwischen
einem eingetretenen und einem vorausberechneten oder mittleren
Tidehochwasser. Die Größe des Windstaues hängt von
den Windverhältnissen ab. An der Nordseeküste verursachen
die aus westlichen Richtungen kommenden Winde den Windstau und
erhöhen den Wasserstand.
|
|
Wurt
|
aufgeschüttete oder
aufgehöhte Erdhügel, die als Wohnplatz dienten oder
dienen
|
|
Zönose
|
Untergliederung der
Tiergemeinschaft nach taxonomischer Zugehörigkeit ihrer
Mitglieder
|
|
Zoobenthos
|
tierische Organismen, die den
Gewässergrund besiedeln
|
|
Zooplankton
|
im Wasser schwebende oder
schwimmende tierische Organismen mit nur geringer Eigenbewegung
|